Foto: Evelin Frerk

05. 11.

»Glück – Ein zerbrechliches Gut«

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Franz Josef Wetz in Freiburg

Die große Liebe, ein sorgenfreies Dasein, wahre Freundschaft – wir alle streben nach Glück. Daher boomen außer dem öffentlichen Glücksmarkt auch Glücksratgeber und Glücksforschung. Das alles hat seine Berechtigung. Allerdings wird darin bloß die halbe Wahrheit präsentiert. Nicht allein, dass das ersehnte Glück häufig ausbleibt, dem erlangten Glück selbst wohnt ein prekäres Unglück inne. In seinem Vortrag zeigt der Philosoph Franz Josef Wetz auf, dass das Unglück ein Bestandteil des Glücks ist und sich bereits aus der Grundverfassung des menschlichen Daseins ergibt.

Franz Josef Wetz wurde 1958 geboren. Nach dem Studium der Philosophie, Germanistik und Theologie promovierte er 1989 zum Thema »Das nackte Daß. Zur Frage der Faktizität«. Hierfür erhielt er den Dissertationspreis der Justus-Liebig-Universität in Giessen. Seine Habilitation erfolgte 1992 in Philosophie. Zuletzt war er Professor für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Hermeneutik, Ethik, Rechts-, Kultur- und Naturphilosophie. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, darunter  »Illusion Menschenwürde«, »Rebellion der Selbstachtung«, »WerteWirrWarr«, »Tod ohne Gott«, »Staunen. Warum existiert überhaupt etwas?« Franz Josef Wetz ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung, der humanistischen Akademie Bayerns, der Feuerbach-Gesellschaft und Direktoriumsmitglied des Hans-Albert-Instituts. 

Zum Veranstalter:
Die gbs Freiburg e.V. ist eine Regionalgruppe im Förderkreis der Giordano-Bruno-Stiftung, die sich als Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung entschieden für die Werte der Aufklärung, für kritische Rationalität, Selbstbestimmung, Freiheit und soziale Gerechtigkeit auf der Grundlage einer säkularen Ethik einsetzt. Sie fordert die strikte Beachtung des Gebots der weltanschaulichen Neutralität im öffentlichen Raum und macht sich stark für eine klare Trennung von Kirche und Staat.